Luminanzmasken, Weichzeichner und Ebenenmodi

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Vor kurzem habe ich über Luminanzmasken in Photoshop und die Verbesserung der Plastizität geschrieben. Luminanzmasken sind aber auch in anderer Hinsicht eine gute Hilfe. Im folgenden Beispiel möchte ich einmal zeigen, wie ein Weichzeichnungseffekt und ein Verrechnungsmodus über eine Luminanzmaske eingeschränkt werden können. Die eingescannte Aufnahme ist 1996 in Stourhead, einem tollen englischen Landschaftsgarten, entstanden. In Lightroom habe ich eine Grundbearbeitung des Scans durchgeführt. Da der Park eine stark romantische Ausstrahlung hat, wollte ich diese auch in meinem Foto umsetzen. Also öffnete ich das Ausgangsbild.

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Die Farben sollten kräftiger, das gesamte Sujet aber weicher und wärmer wiedergegeben werden. Dazu verwandelte ich die Hintergrundebene über das Flyout-Menü in der Ebenenpalette in ein Smart-Objekt.

SmartSt_ebenen01

Die Hintergrundebene trägt nun den Namen Ebene 0 und in der rechten unteren Ecke der Ebenenminiatur ist das Symbol für ein Smart-Objekt zu erkennen. Anschließend wählte ich FilterWeichzeichnungsfilterGaußscher Weichzeichner und stellte einen Wert von ca. 20 ein.

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Die Ebenenpalette hatte jetzt auch einen Smartfilter im Smart-Objekt. Ich klickte hier doppelt auf das kleine Symbol mit den Doppelpfeilen neben der Filterbezeichnung und stellte den Ebenenmodus auf Ineinanderkopieren. Das Ergebnis stellte sich extrem kontrastreich und übersättigt dar.

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Um nun eine Luminanzmaske aus dem ursprünglichen Foto erstellen zu können, musste der Smartfilter vorübergehend deaktiviert werden, was ich durch das Ausblenden des Augensymbols vor dem Smartfilter erreichte.

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Jetzt wechselte ich in die Kanälepalette und suchte den kontrastreichsten Kanal. In diesem Fall war es der Blaue. Ein Klick auf die Kanalminiatur des blauen Kanals bei gedrückter Strg-Taste lud die Luminanzwerte dieses Kanals.

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Ich aktivierte wieder den RGB-Kanal und wechselte in die Ebenenpalette. Dort löschte ich die Ebenenmaske des Smartfilters indem ich sie mit gedrückter Maustaste in den Papierkorb der Ebenenpalette zog. Die Luminanzauswahl bestand immer noch und ich wählte mit einem Rechtsklick auf den Smartfilter der Ebene 0 den Befehl Filtermaske hinzufügen.

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Aus der Auswahl entstand eine neue Maske, die den Weichzeichner und die Verrechnung des Ebenenmodus auf die hellen Stellen des Fotos beschränkten. Um den ursprünglichen Himmel wieder einzublenden, übermalte ich ihn in der Maske mit einem schwarzen, weichen Pinsel.

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Diese Technik lässt sich auch sehr gut bei Porträts anwenden. Dunkle Bereiche in Haaren oder bei dunkler Kleidung können so vor dem Zulaufen gerettet werden. Eine Bearbeitung der Maske mit der Tonwertkorrektur eröffnet weitere Spielräume.

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