Perspektivische Verformung in Photoshop

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Manchmal lässt es der vorhandene Platz nicht zu, dass Sie eine Aufnahme in gewünschtem Aufnahmeabstand erstellen können. Wenn Sie also notgedrungener Weise auf eine kürzere Brennweite wechseln müssen, dann ergibt sich ein Weitwinkeleffekt, der für dramatische Darstellungen förderlich, einer realistischen Bildwiedergabe jedoch entgegenwirkt. In Photoshop können Sie die Perspektive so verformen, dass der Eindruck einer anderen Aufnahmebrennweite entsteht.

3 Schritte zum Ziel

Bei folgendem Ausgangsfoto soll oben beschriebene Technik durchgeführt werden. Das Foto wurde bereits in Lightroom mit manueller Transformation durch das Upright-Werkzeug mit Hilfslinien in eine aufrechte Position gebracht. Legen Sie also in Photoshop mit Strg+J eine neue Ebene an, schalten die Hintergrundebene per Augensymbol ab und wählen Sie im Menü BearbeitenPerstpektivische Veformung.

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Der Mauszeiger wechselt zum so benannten Werkzeug und es erscheint eine Hilfe. Die können Sie schließen und ziehen dann mit dem Mauszeiger einen Rahmen, der zunächst rechteckig ist, um eine Fläche des Gebäudes auf. Dann wiederholen Sie den Vorgang für weitere Flächen des Gebäudes. In diesem Fall gibt es nur eine weitere Fläche, bei verwinkelten Gebäuden sind schon mal ein paar Rahmen notwendig. Wenn Sie mit einem Rahmen beim Aufziehen in die Nähe eines vorhandenen Rahmens kommen, entstehen bei den beiden Außenlinien, die am nächsten zueinander liegen, dunkelgraue Unterlegungen, die besagen, dass sich die Rahmen beim Loslassen der linken Maustaste miteinander verbinden werden.

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Die Eckpunkte der Rahmen, die sogenannten Pins, können Sie nun an die Gebäudeform anpassen. Dabei kommt es darauf an, dass Sie die Rahmen parallel zu den Gebäudefronten so wie im obigen Foto ausrichten. Wenn die Rahmenstellungen korrekt angepasst sind, klicken Sie in der Optionsleiste des Werkzeugs auf die Schaltfläche Verformen. Jetzt können Sie an den Pins die Perspektive verändern. Beim folgenden Foto habe ich nur den oberen Pin der vorderen Kante nach unten gezogen.

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Die entstandenen transparenten Bereiche markieren Sie mit dem Zauberstab und füllen Sie abschließend noch mit BearbeitenInhaltsbasierte Füllung.

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Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Pixelbiegen.

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