Entwicklungswege in Lightroom: Wasserfall in Tintagel

Entwicklungswege, Lightroom, Wasserfall, Tintagel 01

Die Aufnahme, die heute als Beispiel für die Entwicklungswege dienen soll, habe ich Anfang der 90er Jahre in Tintagel gemacht. Dieser kleine Ort in Cornwall beherbergt einen von vielen sagenumwobenen Orten in England, an denen König Artus gewirkt haben soll. Abgesehen von möglicherweise vorgekommenen Geschichtsereignissen bietet der Ort, wie der größte Teil Südenglands, tolle Landschaften und eine Vielzahl von anderen Motiven. Das Foto wurde auf Farbnegativfilm belichtet und mit VueScan in digitale Form gebracht.

Licht und Schatten bestimmen die Wirkung

Die ungewöhnliche Vorgehensweise bei diesem Entwicklungsweg wurde von mir gewählt, weil klar war, dass an Tonwerten und Farbe relativ wenig zu ändern sein würde. Dies können Sie zu einem späteren Zeitpunkt am Screenshot der Grundeinstellungen sehen. Hier jedoch erstmal das Foto in seiner Rohfassung des Scans.

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Die von mir angestrebte Bildaussage bezog sich auf das herabfallende Wasser. Der Lichteinfall von der rechten Seite wirkte kontrastmindernd auf den visuellen Eindruck und musste zunächst eliminiert werden. Aus diesem Grund wendete ich eine Vignettierung nach Freistellung an und setzte den Regler für den Betrag auf -39. Die Vignettierung wurde von mir nur so stark angewandt, dass die Zeichnung in der linken oberen Ecke des Fotos erhalten blieb. Die Komprimierung für die Website macht dies nicht ganz deutlich. Das Ergebnis sehen Sie im folgenden Foto:

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Für den rechten Bereich des Fotos reichte diese Abdunkelung nicht aus und ich legte deshalb einen Verlauf über diese Seite des Fotos, bei dem ich die Belichtung auf -97 stellte.

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Da mir die Abdunkelung noch immer nicht stark genug war und auch noch zwei andere Stellen verändert werden sollten, wählte ich dreimal den Korrekturpinsel und legte folgende Korrekturen für die Belichtung fest: Am rechten Bildrand -1,0, in der Bildmitte +0,10 und am linken Bildrand -1,73, so wie Sie es im folgenden Foto sehen können:

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Nun nahm ich noch leichte Korrekturen bei den Tonwerten vor, die Sie im bereits angekündigten Screenshot nachvollziehen können:

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Diese Einstellungen ließen das Foto folgendermaßen aussehen.

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Nun fielen mir noch zwei Stellen im Foto auf, die sich durch ihre Helligkeit ein wenig zu stark in den Vordergrund drängten und der Lichteinfall von oben war mir noch etwas zu stark. Im folgenden Foto sehen Sie die Markierungen des Korrekturpinsels und des Verlaufs, der für die obere Korrektur bestimmt war. Der rot eingekreiste Korrekturpinsel wurde in der Belichtung auf -1,48 gestellt und der Korrekturpinsel am unteren Bildrand mit -0,67 verändert. Der Verlauf wurde auf eine Belichtung von -0,75 gebracht.

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Abschließend änderte ich die Vignettierung nach Freistellung von -39 auf -51. Die linke obere Ecke verliert hier noch mehr an Zeichnung durch die jpg-Komprimierung. Das Endergebnis sehen Sie hier:

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