Photoshop – Auswahl → Motiv

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Seit der letzten Aktualisierung von Photoshop CC gibt es die neue Funktion Auswahl → Motiv. Wie so häufig bei neuen Funktonen, die die Auswahl betreffen, scheint hier noch eine Menge Nachbesserungsbedarf zu bestehen. An zwei Beispielen möchte ich Ihnen die neue Funktion vorstellen. Beginnen wir mit einem Motiv, das in seiner Form, mit seinen Kontrastkanten, seiner Schärfe und farblich deutlich vom Hintergrund separiert ist.

Klare Motive

Nach Aufruf der Funktion AuswahlMotiv beginnt Photoshop zu rechnen und erstellt relativ zügig automatisch eine Auswahl. Diese ist im Beitragsbild gut zu erkennen. Wie oben bereits beschrieben, hebt sich die Form klar vom Hintergrund ab. Das Motiv wird von Photoshop zuverlässig erkannt. Dennoch ist Photoshop hier nicht in der Lage, eine präzise Auswahl vorzuschlagen. Die Auswahl ist absolut mit der des Schnellauswahlwerkzeugs zu vergleichen. Der Unterschied? – Es geht schneller. Nach Aufruf der Funktion Auswählen und maskieren sieht das Foto folgendermaßen aus.

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Die Bearbeitung mit dem Kante-verbessern-Pinselwerkzeug funktioniert dann wieder reibungslos und die Kanten sind schnell korrigiert und die Auswahl ist optimiert.

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Detailliertere Motive

Auch wenn das folgende Motiv nicht gerade vor Detailreichtum protzt, erkennen Sie an der automatisch erstellten Auswahl über AuswahlMotiv die Schwächen dieser Funktion:

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Die Übergänge von den Reifenschatten zu den Reifen, das Ende des Auspuffs über dem Hinterrad, die Oberseite des Tanks und der helle Teil des Windschutzes sind Beispiele für den unzureichenden Helligkeitskontrast, der zu Fehlinterpretationen führt. Interessant im Hinblick auf den Windschutz ist noch, dass die Fläche zwischen Lenker und Windschutz auch als Glasfläche interpretiert wird, die schwarze Kunststoffkante am oberen Ende des Windschutzes jedoch nach Ansicht von Photoshop nicht mehr zum Motiv gehört. Im Gegenzug muss man anerkennen, dass klar definierte Bereiche, wie der Ständer, gut erkannt werden.

Die Funktion bestätigt einmal mehr: Automatiken funktionieren immer nur zu einem gewissen Maße. Auch wenn ich mir sicher bin, dass Adobe die Funktion weiter verbessern wird, ohne Nacharbeit wird’s nicht gehen. Trotzdem gibt es eine kleine Zeitersparnis.

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