Farbbalance in Photoshop – Farbtheorie in der Praxis

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Die Farbbalance in Photoshop ist ein häufig genutztes Werkzeug. Sie eignet sich zur Behebung von Farbstichen oder auch sehr gut für die Erstellung von Farblooks. Wie in meinem Buch „Farbe in der Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom“ beschrieben, sind die Voreinstellungsbereiche für Farbton: (Tiefen, Mitteltöne und Lichter) dort tendenziell etwas stärker ausgeprägt, der große Vorteil dieses Werkzeugs liegt aber in der intuitiven Nutzung.

Zwei Regler reichen in der Regel aus

Wer von Ihnen noch analoge Farbabzüge in der Dunkelkammer erstellt hat, erinnert sich wahrscheinlich noch an die klassischen Einstellungen am Farbmischkopf. Dort gab es drei (vier) Regler für die Farbkorrektur: Cyan, Magenta, Yellow, (Dichte). Die gleichen Regler finden Sie in der Farbbalance, wobei die Option Luminanz erhalten den Dichteregler durch Automatismus ersetzt. Für Korrekturen wurden eigentlich nur die Regler Magenta und Yellow benutzt, da mit ihnen die Wirkung des Cyan-Reglers ausgeglichen wurde. Wollte man weniger Cyan wurde der Magenta- und der Yellow-Anteil erhöht, wollte man mehr Cyan dann wurden die Magenta- und Yellow-Anteile abgesenkt. Bei der Farbbalance ist das ebenso.

Zwei Korrekturen mit gleichem Ergebnis

Im folgenden Beispiel sehen Sie eine graue Fläche, die mit den abgebildeten Reglereinstellungen korrigiert wurden, um einen Farbstich hinzuzufügen:

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Der mittlere Farbstich wurde mit den Werten Cyan: -25, Magenta: +43 und Gelb: +34 erzeugt. Wenn Sie den Cyan-Wert auf 0 korrigieren wollen, müssen Sie 25 Werte addieren. Das gleiche machen Sie mit den Werten für Magenta und Gelb und erhalten: Cyan: 0, Magenta: +68 und Gelb: +59. Die Farbgebung ist identisch. Sie können sich bei Ihren Korrekturen also auf zwei Regler beschränken. Für analogerfahrene Nutzer ist dieser Weg der intuitivste, für digitalgewohnte Bearbeiter ist der Einsatz von drei Reglern wahrscheinlich naheliegender.

Diese Prozedur funktioniert natürlich auch mit der Nullstellung aller anderen Regler. Im folgenden Beispiel sehen Sie die gleiche Korrektur mit dem Cyan- und dem Gelb-Regler:

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Um den Magenta-Regler auf Null zu bringen, müssen Sie 43 Werte abziehen. Das hat zur Folge, dass der Cyan-Regler bei gleicher Subtraktion auf dem Wert -68 landet und der Gelb-Regler auf -9. Das Ende aller Bemühungen ist immer gleich.

Egal, wie Sie die Regler auch nutzen, ich wünsche Ihnen, dass Sie das Ergebnis erreichen, das Sie sich vorgestellt haben.

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