Lichterverlauf in Abhängigkeit von Oberflächen

Spitzl-01

Jedes Foto kann lichttechnisch in fünf Bereiche eingeteilt werden. Da gibt es zunächst Schatten, Mitteltöne und Lichter sowie jeweils einen Übergangsbereich vom Schatten in die Mitteltöne und von den Mitteltönen in die Lichter. Wie diese Bereiche im Foto dargestellt werden, hängt von vielen Faktoren ab. Lichtquellengröße, deren Abstand zum Objekt oder der Abstand zwischen Leuchtmittel und Diffusionsmaterial sind nur einige der beeinflussenden Lichtsetzungsmöglichkeiten. Wie die Wiedergabe auch von der Oberfläche des Objekts beeinflusst wird, sehen Sie in diesem Beitrag.

Das Setup

Bei den beiden folgenden Aufnahmen war die gleiche Hardbox von 40 x 40 cm in einem Abstand von ca. 80 cm im Einsatz. Zunächst wurde die Styroporkugel nackt fotografiert.

Spitzl-03

Der Lichterbereich innerhalb der Kugel zeigt sich völlig diffus und die Übergänge von der hellsten Stelle in die Mitteltöne wird in einem sanften Verlauf wiedergegeben.

Bei der folgenden Aufnahme wurde die Styroporkugel mit der teilbaren Acrylglaskugel umhüllt.

Spitzl-02

Jetzt zeigt sich ein Spiegeleffekt und der Lichtformer wird deutlich in der Oberfläche der Acrylglaskugel abgebildet. Diese Reflexion ist nicht ganz scharf, da die Schärfentiefeeinstellung nicht bis zum reflektierten Licht gereicht hat. Bei spiegelnden Lichtquellen entspricht der Abstand der reflektierten Lichtquelle zusätzlich dem Abstand von Lichtquelle und Objekt. Das bedeutet aber auch, dass der Verlauf zwischen Spitzlicht und Mitteltonbereich durch gezielte Blendenvorwahl gesteuert werden kann. Bei vollständiger Schärfe der Reflexion sind die Kanten des Lichtformers ganz scharf und ohne Verlauf abgebildet. Wählen Sie eine größere Blende, erzeugen Sie bei sonst gleichen Verhältnissen einen leichten Verlauf.

Wie gleichmäßig das Licht werden kann, sehen Sie im oberen Beitragsbild. Dort wurde die Lichtquelle auf ca. 45 cm an das Objekt herangebracht und die Verläufe auf der Styroporkugel sind total sanft aber in den Halbschalen ist die Lichtquelle deutlich zu erkennen.

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