Die Sonnenblume und kleine selbstgemachte Hintergründe

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In diesen wetterbedingten trüben Tagen erschien mir das Foto einer Sonnenblume und den damit verbundenen Umständen einen Beitrag wert. Bei Fotografien von kleineren Motiven, die Sie in der freien Natur erstellen, stellt sich das Umfeld öfter mal als schwierig, weil nicht fotogen dar. Bei der Sonnenblume war das Umfeld ebenfalls nicht so, dass es zufriedenstellend hätte abgelichtet werden können. In der folgenden Aufnahme können Sie den vorhandenen Hintergrund sehen.

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Weil es auch durch anderen Blickwinkel nicht möglich war, störende Elemente im Hintergrund zu eliminieren oder eine passende Unschärfe zu erzeugen, fügte ich kurzerhand einen mitgebrachten Hintergrund in Form einer schwarzen Leichtschaumplatte ein.

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Dadurch war der störende Hintergrund beseitigt und die Sonnenblume konnte ohne Ablenkungen ihre ganze Kraft entfalten. Eine Sonnenblume gehört sicherlich zu den größeren Blumen und bei der Fotografie kleinerer Blüten können die Hintergründe auch kleiner ausfallen.

Kleine selbstgemachte Hintergründe.

Zum Einfügen kleiner selbstgemachter Hintergründe haben sich zwei Varianten sehr bewährt. Auf der eine Seite sind das Stoffhintergründe und auf der anderen Seite geht es um Drucke oder Abzüge von Fotografien, die Sie sich selbst erstellen können. Hier ist es ratsam, dass Sie die Drucke auf mattem Papier oder die Abzuöge auf mattem Fotopapier anfertigen lassen. Damit haben Sie weniger Probleme mit Reflexionen. Meist reicht eine Größe von DIN A4. Diese Fotos ziehen Sie dann auf eine Leichtschaumplatte (Kapa oder ähnliches) per Vorder- und Rückseite auf und können sie dann unproblematisch mitnehmen. Durch die doppelseitige Verwendung haben Sie so immer gleich zwei Hintergründe auf einer Leichtschaumplatte zur Verfügung.

Als Fotomotive für die Hintergründe können Sie alles Mögliche an Pflanzen verwenden. Wenn Sie Blattwerk, Sträucher usw. nutzen, sind diese nur eine Variante für solche Hintergründe. Strukturen wie Rauhputz, rostiges Metall oder Baumrinden können eine nette Alternative sein. Bei der Erstellung von selbstgemachten Hintergründen können Sie natürlich auch mit Unschärfe arbeiten. Hier sind ein paar Beispiele:

Hier wurden Gräser fotografiert.

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Beim folgenden Foto handelt es sich um das im vorigen Foto gezeigte Ausgangsmaterial. Es wurden lediglich eine Umkehrung der Farb- und Helligkeitswerte sowie eine Anpassung der Helligkeitsbereiche und eine Drehung um 180° in Photoshop durchgeführt.

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Hier handelt es sich um vertrocknete Blätter eines Baumes…

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…grüne Blätter eines Strauchs…

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…,die hier noch mit einer Farbton-Sättigung-Einstellungsebene in Photoshop verändert wurde…

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…und hier weiß ich nicht mehr, was es war.

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Gezielte Unschärfe und Farbgebung

Sie können ein Bokeh, das in der eigentlichen Motivsituation nicht vorhanden ist oder sich dort auch nicht erzielen ließe, in Ihr Foto integrieren. Je mehr Sie darauf achten, dass Ihre Hintergründe von monochromem Charakter sind, desto ruhiger wird Ihre Bildgestaltung. Mit der richtigen Farbauswahl für den Hintergrund können Sie einen hohen Farbkontrast zu Ihrem Motiv wie z.B. einer Blume erschaffen. Oder Sie fertigen eine extreme Ton-in-Ton-Gestaltung wie beim abschließenden Beispiel:

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