Warum der Sensor manchmal schwarz bleibt

Schwarz

Manchmal ist es wie verhext. So wie mit einem Beitrag, den ich nun schon seit zwei Wochen schreiben möchte. Für den vorgesehenen Beitrag hatte ich schon vor längerer Zeit ein Foto erstellt. Nun war es an der Zeit, ein Vergleichsfoto aufzunehmen. Die Voraussetzung für dieses Vergleichsfoto war ein grauer, verhangener Himmel. Eigentlich ist dies in unseren Breiten zu dieser Jahreszeit nichts Außergewöhnliches. Wie sehr ich mir gerade in dieser trüben Zeit bei der Erfüllung von Aufträgen schon Sonne gewünscht habe, kann ich an zwei Händen nicht abzählen. Leider war die erste Woche nach Fertigstellung meines neuen Buches von Sonne geprägt. Einerseits war ich natürlich erfreut über das schöne Wetter, andererseits war mir klar, dass es mit dem geplanten Foto erstmal nichts werden würde.

Endlich bewölkt

Dann sagte der Wetterbericht schlechteres Wetter voraus. Ich nahm mir für den nächsten Tag sofort das angestrebte Motiv vor. Sie ahnen es schon, es sollte anders kommen. Ich erhielt von meiner Lektorin per E-Mail die Korrekturen für das neue Buch und somit war jetzt erstmal Lesen angesagt, das Foto musste warten. Nach Durchsicht der Korrekturen und der Bearbeitung diverser Aufträge sollte nun der vergangene Samstag für die Erstellung des Fotos oder einer Alternative für ein anders Thema herhalten. Ich war also vorbereitet. Egal ob es regnen würde oder ob mich die Sonne erfreuen würde, es gab immer eine Ausweichmöglichkeit. Der nächste Tag begann für mich wie immer mit einem Blick aus dem Fenster, da ich gerne sofort weiß, was der Tag wettertechnisch für mich bereithält. Ob Sie es glauben oder nicht – es regnete.

Der Frust saß tief

In so einem Augenblick ist man fast versucht die versteckte Kamera zu suchen, die das eigene verstörte Gesicht aufnehmen soll. Je länger die Zeit jedoch voran schritt, desto mehr erhellte sich mein Gesicht, denn der Regen zog sich immer mehr zurück und am Nachmittag war es trocken und bewölkt. Ich verstaute die Ausrüstung im Auto und fuhr meinem Motiv, einem alten, nicht mehr genutzten Wiegehaus, entgegen. Als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht. Vor dem Wiegehaus parkten Autos. Ich bin dann gar nicht ausgestiegen sondern sofort wieder an meinen Schreibtisch zurückgekehrt, um den Beitrag zur Bildbearbeitung für die letzte Woche zu verfassen. Am darauffolgenden Sonntag nahm ich die Fährte wieder auf, da ich davon ausgehen musste, dass an diesem alten Industriestandort, an dem aber noch Firmen aktiv sind, nicht gearbeitet würde. Ich erhoffte also einen freien Blick auf das Wiegehaus. Was soll ich sagen, das Ganze wurde zu einer kurzen Rundreise mit dem Auto, da immer noch ein Auto vor dem Wiegehaus parkte.

In dieser Woche hatte ich viele erfreuliche Termine, die mich jedoch von einem erneuten Versuch, das Wiegehaus aufzunehmen, abhielten. Vorgestern führte mich die Wahrnehmung eines Termins erneut an meinem Wunschmotiv vorbei. Das Wetter passte, mein Equipment hatte ich dabei und ich war bereit. Der Miniumweg zum Wiegehaus erwies sich als Erweiterung meiner Gefühlswelt: ICH HASSE PARKENDE AUTOS!

Ob es mir noch gelingen wird, das Vergleichsfoto anzufertigen, werden Sie in einem der nächsten Beiträge dann feststellen können.

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