Scharfe Fotos auch ohne Stativ

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Ein Stativ ist das Mittel der Wahl beim Erstellen von Fotos in Locations, die einen Mangel an Licht aufweisen. Wenn Sie bei niedrigem ISO-Wert mit kleiner Blende fotografieren wollen und kein zusätzliches Licht einsetzen können, werden Sie bei einer Belichtungszeit enden, die eine verwackelungsfreie Aufnahme kaum mehr zulässt. Stabilisatoren in Objektiven oder Kameras leisten schon eine Menge, trotzdem reicht diese Technik nicht immer aus, scharfe Fotos zu produzieren.

Die Kamerahaltung

In Hollywood werden bestimmte Posen wegen der vermeintlich besseren Bildwirkung manchmal unrealistisch dargestellt. Cowboys schießen aus der Hüfte oder Cops halten ihre Handfeuerwaffe quer am ausgestreckten Arm. Manche Fotografen liefern mit ihrer Kamerahaltung ebenso filmreife Posen ab. Sehr beliebt ist hier beim Auslösen im Hochformat der weit ausladende rechte Arm, weil die Kamera so verdreht wird, dass der Auslöser nach oben zeigt. Besser ist es, den Auslöser nach unten zeigen zu lassen, so dass der rechte Oberarm sich am Körper stabilisieren kann. Der linke Oberarm verhält sich genauso und die linke Hand stützt dabei das Objektiv bzw. kann dort Einstellungen vornehmen.

Der Trick mit der Reihenaufnahme

Die unten zusammengesetzten Fotos entstammen einer Reihenaufnahme. Der Auslöser wurde durgedrückt und gehalten, so dass mehrere aufeinanderfolgende Belichtungen stattfanden.

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Das linke Foto weist Unschärfen auf, das rechte ist scharf. Wenn Sie ganz still stehen um zu fotografieren, bewegt sich Ihr Körper leicht hin und her, um das Gleichgewicht zu halten. In diesen Bewegungsabläufen gibt es immer wieder einen toten Punkt, an dem der Körper die Richtung der Bewegung wechselt. Für den Bruchteil einer Sekunde stehen Sie absolut still. Diesen Moment müssen Sie mit Ihrer Auslösung treffen. Das gelingt mit einer Reihenaufnahme, denn neben der Ausnutzung des toten Punkts bewegen Sie Ihren Finger außerdem nur zu Beginn der Auslösung und damit haben Sie bei den folgenden Belichtungen der Reihenaufnahme eine ruhigere Handhaltung. Wenn Sie jetzt noch während der Auslösung die Atmung anhalten, haben sie alle Bewegungsabläufe eingedämmt. Diese Technik bietet sich natürlich auch beim sogenannten Mitziehen, dem Verfolgen sich bewegender Objekte vor statischen Hintergrund, an.

Ich wünsche Ihnen scharfe Fotos.

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